UiJuiJui am Ende… des Jahres.

Hallo werte Leser dieses Krach & Getöse Blogs,
Opfer der Neugier,
Follower des Zeitgeistes,
Fans von

UiJuiJui, so leset!

Wir haben uns nach dem für uns sehr angenehmen Dockville-Auftritt etwas zurückgezogen, um neue Songs zu erfinden, in unbekannte Soundwelten einzukehren, dort wo nie zuvor ein UiJuiJui-Mitarbeiter gewesen ist und dort fühlen wir uns schon zuhause.

Wenn wir dieses Jahr Revue passieren lassen, stellen wir mit Erschrecken fest, dass wir viel weniger gemacht haben, als wir eigentlich wollten. Der Grund: das Leben, hach.

Highlight des UiJuiJui-Jahres 2011 war der Gewinn des Krach & Getöse Preises im Mai und der damit verbundene Auftritt auf dem Dockville – im Schlamm, am Sonntag Mittag, vor 150 Leuten, die trotz des Wetters kamen. Das steht hier nicht, weil dieser Text an dieser Stelle steht. Es steht, weil es so in unseren Köpfen schwebt. Der Gewinn hat uns neben Aufmerksamkeit vor allem neue Schläue und uns als Band wieder einander näher gebracht. Wir sehen uns nämlich gar nicht so oft, wohnen an unterschiedlichen Orten (Hamburg, Berlin, Lüneburg), auch wenn es darum geht, musikalisch eine WG zu bewohnen. Daher ließen wir uns 2011 auch Raum für diverse andere Musikprojekte, in denen wir uns außerhalb des UiJuiJui Kontextes ausleben konnten (Mike bei Naomi Sample & the Go Go Ghosts, Stefan bei Neopit Pilski und einer weiteren, neuen Band sowie einem Buchprojekt – sein Gedichtband ist beim Verlag 1%of erschienen (unter dem Namen Leopold Nilski), Thorben schloß sein Studium ab und setzte sein Schaffen als ZackiBoy. fort (Lesung, Album-Aufnahmen), moderierte mit seiner Frau die Sendung RockCity Radio – Willkommen bei Kaisers) und reanimierte sein Alter Ego Walter Mus.

Das alles passierte und passiert, um dann bei Proben und Auftritten doch zu merken, dass man zusammen gehört, dass ohne die vielen Eindrücke kein Output entstehen kann, der uns glücklich macht. So haben wir gelernt, dass es auch okay ist, sich eine Weile nicht zu sehen, wenn das der Entwicklung der Band zuträglich ist. Vorher fühlten wir uns machmal schlecht deswegen. Nebenbei bemerkt: Es gibt ganz andere, viel realere Bilder, die wir provozieren könnten, wenn wir z.B. schreiben würden, dass nach einer Probe 3/4 der Band aufs Maul bekommen hat, leider auch so, dass es einem von uns danach echt mies ging, dass wir beschissene Angebote erhalten haben, weil es leider oft Booker gibt, die denken, eine unbekannte Band wäre ne billige Nutte, die es für fast umsonst macht. Auszüge gefällig? Ok: “Ihr seid so unbekannt, ihr solltet dafür zahlen, dass wir euch spielen lassen” bzw. “Ihr kriegt 50 Euro”, “keine Fahrtkosten”, wo wir dann auch manchmal dachten: “Ach, fickt euch!” So ist es eben. Gehört dazu. Wir denken uns Musik aus, wir spielen und proben und stecken unser Geld in die Produktion von CDs, Buttons usw., der Veranstalter verdient mit uns Knete, da muss es bei Verhandlungen fair zugehen. Wir wollen aber gar nicht so jammern, denn, ja: so ist es eben. Über RockCity kamen dann aber auch echt tolle Anfragen, die wir manchmal nicht zusagen konnten, aus anderen Gründen. Man könnte sagen: Irgendwas war immer. Natürlich wird 2012 alles ganz anders:
Wenn alles gut geht, gibt es im Februar oder März eine EP und im Juni oder Juli ein neues Album.
Wir nehmen im Januar einen Song für eine Theaterproduktion auf, die ab März läuft. Freude!
Wir spielen wieder mehr live.
Dies und das halt, aber das ist doch schon etwas.

Mehr schreiben wir bei Spruchreife. Es wird viel passieren, bis wir Ende April das Krach & Getöse Zepter wieder abgeben müssen. Bleibt am Ball, kommt gut ins neue Jahr und vorher vielleicht zu unserem letzten Auftritt des Jahres, bei dem wir schon einige neue Songs ausprobieren:

17.12. Andreas Dorau, Support: UiJuiJui, Salon Hansen, Lüneburg (Facebook-Link)

Naomi Samples Blog verrät manchmal auch unsittliches über UiJuiJui.

 

Lasset euch reich beschenken,

Uijuijui

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